Das Jahr 2025 ist Geschichte – und was es für eine war! Entgegen aller Unkenrufe lieferten die Märkte in der Gesamtbetrachtung erneut ab, wohingegen die deutsche Realwirtschaft weiter nach Orientierung suchte, zu der die Politik nicht beitragen wollte. Während die deutsche Wirtschaft auch 2025 und damit im dritten Jahr in Folge kaum vom Fleck kam, feierten Anleger eine Party.
Die Entkopplung von realwirtschaftlicher Tristesse und finanzwirtschaftlichem Boom hat sich 2025 nicht nur fortgesetzt, sondern beschleunigt. Die Leistung eines Aktienindex bleibt keine gute Indikation für die Entwicklung einer Volkswirtschaft. Die 40 im DAX gelisteten Unternehmen lieferten insgesamt ab, sind jedoch weltweit tätig und machen teilweise nur einen sehr geringen Prozentsatz ihrer Umsätze und Gewinnmargen in Deutschland. Zeitweise liefen die Märkte von Allzeithoch zu Allzeithoch, waren aber auch gut darin, für stärkere Korrekturen zu sorgen.
Als wir im Januar 2025 starteten, war die Angst vor US-Strafzöllen und einer hartnäckigen Inflation groß. Was folgte waren ein KI-Boom und ein Wettrüsten sowie ein Run in Edelmetalle. Zwölf Monate später blicken wir auf ein Jahr zurück, das als das „Jahr der Zinswende“ in die Börsengeschichte eingehen dürfte.
Erneut starke Aktien-Indizes
Nachdem der deutsche Leitindex erst 2024 die Marke von 20.000 Punkten durchbrochen hatte, diese jedoch erst im letzten Jahr nachhaltig überstieg, hat das deutsche Börsenbarometer im Jahresverlauf ein sattes Kursplus draufgelegt. Am letzten Handelstag des Jahres 2025 beschloss das Börsenparkett um 14:00 Uhr bei einem Zählerstand von 24.490 Punkten das Jahr.
Wer vor Jahresbeginn in den DAX investiert hatte, konnte sich somit über ein sattes Kursplus von gut 24 % freuen. Es ist das dritte Rekordjahr in Folge mit überdurchschnittlichen Zuwächsen. Insgesamt gab es in den letzten zwölf Monaten 34 Rekordhochs, die überwiegend in der ersten Hälfte markiert wurden – das Höchste bei 24.769 Zählern. Gut möglich, dass wir 2026 die 25.000-Punkte-Marke sehen werden.
Dennoch bleibt Deutschland das Sorgenkind der Eurozone, denn während Konzerne wie SAP, Siemens oder die Rückversicherer auf Rekordjagd waren, dümpelte das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einem minimalen Plus von 0,1 % bis 0,3 % an der Nulllinie herum.
Verglichen mit dem US-Leitindex Dow Jones Industrial, konnte der DAX sogar kräftiger zulegen. Der US-Pendant legte auf Jahressicht nur um etwa 14 % zu und selbst der technologie-lastige Nasdaq 100 kam auf eine Jahresperformance von nur knapp 21 %, während sich der S&P 500 an der Wall Street mit rund 18 % ins Plus hievte. Gedämpft wurde diese Euphorie durch den erstarkten Euro. Wer in den USA investierte, strich aufgrund des Währungsverlustes deutlich weniger Dividenden und Kursgewinne ein.
Vor allem der KI-Boom, Donald Trumps Zolleskapaden und die Zinssenkungen großer Notenbanken sorgten regelmäßig für Kurssprünge nach oben oder unten. Allein im Euroraum wurden die Leitzinsen viermal gesenkt.
Bitcoin: Ein Auf und Ab
Der Kurs des Bitcoin war in diesem Jahr ebenfalls geprägt von einigen Aufs und Abs. Nachdem die wichtigste Leitwährung im Dezember 2024 erstmals sechsstellig wurde und die magische 100.000-US-Dollar-Marke durchbrochen hatte, ging es im Sommer erneut auf ein neues Rekordhoch von über 126.000 US-Dollar. Das hätte einem ordentlichen Jahresplus entsprochen, doch in den letzten Wochen des Jahres ging dem Kryptomarkt regelrecht die Puste aus und es folgte eine starke Korrektur.
Zuletzt pendelte sich der Preis des Bitcoin im Bereich zwischen 87.000 und 90.000 US-Dollar ein, was gegenüber dem Vorjahr einem Minus von 5 % entspricht. Massive Zuflussanstiege erfolgten in diesem Jahr überwiegend auf institutioneller Seite, wobei die bereits 2024 eingeführten Spot-ETFs ebenso für heftige Rückgänge sorgte. Die Liquidität und Schwankungsbreite blieben insgesamt gering, die Anlegerbeteiligung stets hoch.
Unsere persönliche Rendite
Nachdem wir zur Hochphase der Corona-Pandemie herbe Verluste von deutlich über 20 % hinnehmen mussten und im letzten Jahr mit einem Plus von 25,4 % wieder deutliche Gewinne einstreichen konnten, machten uns 2025 der Bitcoin und der erstarkte Euro einen Strich durch die Rechnung. Am Ende blieb ein knappes Minus in Höhe von ca. 4 %, was nach Abzug aller Erträge auf rund 2,5 % gedrückt werden konnte. Aufgrund der Reinvestition eben dieser und kleinerer Sparraten in die wichtigste Kryptowährung konnten wir unsere Anteile ausbauen und bewegen uns weiterhin auf einem hohen Niveau. Den Markt schlagen konnten wir damit allerdings bei weitem nicht.
Zwar sind die monatlichen Dividendenzahlungen weiter angestiegen, aufgrund des Umrechnungsfaktors zum Euro landeten wir am Ende nur geringfügig über dem Vorjahresniveau. Es gab vereinzelt immer mal wieder Monate, in denen wir im Jahresvergleich auf einen geringen Cashflow kamen, dieses Minus holte vor allem der Dezember wieder heraus – noch nie konnten wir so viele Dividenden und Zinsen verbuchen wie im Dezember 2025.
Damit war das Jahr 2025 aus finanzieller Sicht sehr solide. Der erneute Depot-Übertrag zum Scalabe Capital ist binnen eines Wochenendes problemlos erledigt worden, unsere Bitcoin-Sparpläne erfolgen inzwischen ausschließlich über Strike.me, wobei wir die Bestände regelmäßig auf unsere Hardware-Wallet schieben – natürlich unter Berücksichtigung eines sauberen UTXO-Managements. Die finanziellen Belastungen durch das Finanzamt sind ausgestanden, langsam kann die Sparrate wieder hochgefahren werden, wenngleich stark gestiegene Lebenshaltungskosten diese Euphorie abermals etwas dämpfen. Im Gegensatz zum Mindestlohnempfänger gab es keine Gehaltsanpassung, womit unsere Kaufkraft stetig gefallen ist. Auch das muss sich 2026 ändern. Wir beteiligen uns an der Lohn-Preis-Spirale.
Größtes Learning: Mit wachsender Depotgröße nimmt der Einfluss der Sparrate stetig ab. Obwohl wir 2025 mit Ausnahme weniger und nur sehr geringer Investments in den Bitcoin kein neues Geld aufgenommen hatten, ist das Vermögen vor allem anteilsmäßig weiter gewachsen.
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