Börsenlexikon
Auszahlungsplan
Regelmäßige Entnahme von Geld aus einem Fonds, ETF oder Depot nach einem festen Schema.
Kurz erklärt: Regelmäßige Entnahme von Geld aus einem Fonds, ETF oder Depot nach einem festen Schema.
Bedeutung in der Praxis
Ein Auszahlungsplan bestimmt Betrag, Rhythmus und Quelle der Entnahmen. Er kann aus Ausschüttungen, Verkäufen oder beidem bestehen und muss mit Rendite, Schwankung und Restlaufzeit vereinbar sein. Besonders wichtig ist das Reihenfolgerisiko: Fallen Kurse zu Beginn einer Entnahmephase, können gleich hohe Verkäufe das Kapital stärker belasten als in steigenden Märkten.
Einordnung für Anleger und Trader
Für Anleger wird der Begriff im Zusammenspiel von Ziel, Zeithorizont, Risikotragfähigkeit und Kosten praktisch. Eine sinnvolle Lösung kann für zwei Personen unterschiedlich aussehen, selbst wenn sie dasselbe Produkt oder dieselbe Kennzahl betrachten.
So lässt sich der Begriff praktisch nutzen
Praktisch wird der Begriff erst mit Zahlen: Welche Gewichtung hat die Position, welche Kosten fallen an, wie hoch ist der mögliche Verlust und welche Rolle erfüllt sie im Gesamtdepot? Diese Fragen verhindern, dass ein an sich sinnvolles Produkt zu groß oder zum falschen Zeitpunkt eingesetzt wird.
Worauf Anleger achten sollten
Berücksichtige bei Vergleichen stets Steuern, Spreads, Produktstruktur und persönliche Liquiditätsreserven. Historische Renditen und Eigenschaften eines Fonds oder Index beschreiben die Vergangenheit, aber keine zugesagte künftige Entwicklung.