Börsenlexikon
Barausgleich
Abrechnung eines Derivats durch eine Geldzahlung statt durch Lieferung des Basiswerts.
Kurz erklärt: Abrechnung eines Derivats durch eine Geldzahlung statt durch Lieferung des Basiswerts.
Bedeutung in der Praxis
Beim Barausgleich wird am Ende nur die Differenz zwischen vereinbartem und relevantem Marktpreis ausgezahlt oder belastet. Dadurch muss der Basiswert nicht geliefert werden, was viele Index- und Zertifikate erst praktikabel macht. Anleger sollten genau prüfen, welcher Referenzpreis, welcher Bewertungstag und welche Formel laut Produktbedingungen für die Auszahlung gelten.
Einordnung für Anleger und Trader
Der Begriff hilft dabei, Marktinformationen einzuordnen. Seine Bedeutung hängt aber von Instrument, Anlagehorizont und der konkreten Marktsituation ab. Deshalb sollte er mit weiteren Daten und dem eigenen Risikorahmen gelesen werden.
So lässt sich der Begriff praktisch nutzen
Nutze den Begriff zunächst zur Beschreibung der Lage und ergänze ihn um überprüfbare Daten: Zeitfenster, Vergleichsmaßstab, Kosten und Liquidität. Erst daraus entsteht eine Einordnung, die sich mit dem eigenen Anlageziel und Risikobudget verbinden lässt.
Worauf Anleger achten sollten
Vermeide Scheingenauigkeit. Viele Marktbegriffe beschreiben Wahrscheinlichkeiten oder historische Muster; sie liefern weder eine Renditegarantie noch ersetzen sie die Prüfung eines konkreten Wertpapiers.
