Börsenlexikon
Bid-Ask-Spread
Bid-Ask-Spread einfach erklärt: Was Geld- und Briefkurs über Liquidität, Handelskosten und den richtigen Ordertyp verraten.
Kurz erklärt: Der Bid-Ask-Spread ist der Abstand zwischen dem höchsten Kaufangebot (Bid) und dem niedrigsten Verkaufsangebot (Ask). Er ist ein sichtbarer Teil der Kosten, die beim sofortigen Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers entstehen.
So funktioniert es
Kaufst du zum Ask und würdest unmittelbar zum Bid verkaufen, entsteht ungefähr der Spread als Differenz. Enge Spreads deuten häufig auf liquide Märkte und viele gleichzeitig handelnde Käufer und Verkäufer hin. Bei wenig gehandelten Titeln, außerhalb der Haupthandelszeit oder in Stressphasen werden Spreads oft breiter.
Praxisbeispiel
Notiert ein ETF bei 100,00 Euro Bid und 100,20 Euro Ask, beträgt der Spread 0,20 Euro beziehungsweise 0,2 Prozent. Eine Market-Order kann zum aktuell sichtbaren Ask ausgeführt werden. Mit einer Limit-Order bestimmst du dagegen den maximalen Kaufpreis oder Mindestverkaufspreis selbst.
Worauf Anleger achten sollten
Vergleiche Spreads zu liquiden Handelszeiten und nicht nur mit der ausgewiesenen Ordergebühr. Besonders bei Nebenwerten, Anleihen, Zertifikaten und Krypto-Assets kann der Spread die gesamten Transaktionskosten deutlich prägen.