Börsenlexikon
Carry Trade
Strategie, bei der man eine niedrig verzinste Währung verkauft und in eine höher verzinste investiert.
Kurz erklärt: Strategie, bei der man eine niedrig verzinste Währung verkauft und in eine höher verzinste investiert.
Bedeutung in der Praxis
Carry Trades funktionieren in ruhigen Märkten zuverlässig, brechen aber in Stressphasen oft schlagartig zusammen, weil Anleger gleichzeitig in die Funding-Währung zurückflüchten. Yen-Carry-Trades sind das prominenteste Beispiel.
Einordnung für Anleger und Trader
Der Begriff hilft dabei, Marktinformationen einzuordnen. Seine Bedeutung hängt aber von Instrument, Anlagehorizont und der konkreten Marktsituation ab. Deshalb sollte er mit weiteren Daten und dem eigenen Risikorahmen gelesen werden.
So lässt sich der Begriff praktisch nutzen
Nutze den Begriff zunächst zur Beschreibung der Lage und ergänze ihn um überprüfbare Daten: Zeitfenster, Vergleichsmaßstab, Kosten und Liquidität. Erst daraus entsteht eine Einordnung, die sich mit dem eigenen Anlageziel und Risikobudget verbinden lässt.
Worauf Anleger achten sollten
Vermeide Scheingenauigkeit. Viele Marktbegriffe beschreiben Wahrscheinlichkeiten oder historische Muster; sie liefern weder eine Renditegarantie noch ersetzen sie die Prüfung eines konkreten Wertpapiers.