Börsenlexikon
Credit Spread
Renditeaufschlag einer Unternehmens- oder Risikoanleihe gegenüber einer möglichst vergleichbaren sicheren Anleihe.
Kurz erklärt: Renditeaufschlag einer Unternehmens- oder Risikoanleihe gegenüber einer möglichst vergleichbaren sicheren Anleihe.
Bedeutung in der Praxis
Der Credit Spread entschädigt Anleger für wahrgenommenes Kredit- und Liquiditätsrisiko. Steigt er, fallen die Kurse bestehender Risikoanleihen typischerweise, auch wenn die allgemeinen Zinsen unverändert bleiben. Für die Einordnung müssen Laufzeit, Währung, Besicherung und Emittentenqualität vergleichbar sein; ein hoher Spread ist keine kostenlose Mehrertragquelle.
Einordnung für Anleger und Trader
Für Anleger wird der Begriff im Zusammenspiel von Ziel, Zeithorizont, Risikotragfähigkeit und Kosten praktisch. Eine sinnvolle Lösung kann für zwei Personen unterschiedlich aussehen, selbst wenn sie dasselbe Produkt oder dieselbe Kennzahl betrachten.
So lässt sich der Begriff praktisch nutzen
Nutze den Begriff zunächst zur Beschreibung der Lage und ergänze ihn um überprüfbare Daten: Zeitfenster, Vergleichsmaßstab, Kosten und Liquidität. Erst daraus entsteht eine Einordnung, die sich mit dem eigenen Anlageziel und Risikobudget verbinden lässt.
Worauf Anleger achten sollten
Vermeide Scheingenauigkeit. Viele Marktbegriffe beschreiben Wahrscheinlichkeiten oder historische Muster; sie liefern weder eine Renditegarantie noch ersetzen sie die Prüfung eines konkreten Wertpapiers.