Börsenlexikon
Momentum
Geschwindigkeit und Stärke einer Kursbewegung.
Kurz erklärt: Geschwindigkeit und Stärke einer Kursbewegung.
Bedeutung in der Praxis
Momentum-Strategien kaufen Werte, die zuletzt stark gestiegen sind, und verkaufen schwache. Der Effekt ist empirisch gut belegt, aber anfällig für plötzliche Trendwechsel („Momentum Crashes“), insbesondere nach extremen Marktphasen.
Einordnung für Anleger und Trader
Für Trader ist dieser Begriff vor allem bei der Vorbereitung und Umsetzung einer Order relevant. Seine Aussage hängt vom Handelsplatz, der Liquidität, dem Zeitfenster und dem gewählten Ordertyp ab. Ein einzelner Wert liefert keine verlässliche Kauf- oder Verkaufsentscheidung.
So lässt sich der Begriff praktisch nutzen
In der Anwendung sollte der Begriff immer mit einem konkreten Handelsplan verbunden werden: Einstieg, Ausstieg, Positionsgröße und Kosten gehören zusammen. Gerade bei kleinen Zeitfenstern können Spread, Slippage und eine verzögerte Ausführung den theoretischen Vorteil einer Beobachtung schnell aufzehren.
Worauf Anleger achten sollten
Dokumentiere vor dem Trade, welche Beobachtung deine Annahme bestätigt oder widerlegt. So bleibt der Begriff ein Werkzeug zur Strukturierung einer Entscheidung und wird nicht zu einer nachträglichen Begründung für ein bereits eingegangenes Risiko.

