Börsenlexikon
Nachschusspflicht
Verpflichtung, bei bestimmten Finanzgeschäften zusätzliches Kapital oder Sicherheiten bereitzustellen.
Kurz erklärt: Verpflichtung, bei bestimmten Finanzgeschäften zusätzliches Kapital oder Sicherheiten bereitzustellen.
Bedeutung in der Praxis
Nachschusspflichten können bei Margin-Geschäften, Futures oder bestimmten Gesellschaftsformen entstehen, wenn Verluste die hinterlegte Sicherheit übersteigen. Der genaue Umfang hängt von Produkt, Brokervertrag und Regulierung ab. Anleger sollten nicht allein auf den anfänglichen Einsatz schauen, sondern verstehen, ob und wie Zwangsglattstellung, Margin Call oder weitere Forderungen möglich sind.
Einordnung für Anleger und Trader
Für Trader ist dieser Begriff vor allem bei der Vorbereitung und Umsetzung einer Order relevant. Seine Aussage hängt vom Handelsplatz, der Liquidität, dem Zeitfenster und dem gewählten Ordertyp ab. Ein einzelner Wert liefert keine verlässliche Kauf- oder Verkaufsentscheidung.
So lässt sich der Begriff praktisch nutzen
Nutze den Begriff zunächst zur Beschreibung der Lage und ergänze ihn um überprüfbare Daten: Zeitfenster, Vergleichsmaßstab, Kosten und Liquidität. Erst daraus entsteht eine Einordnung, die sich mit dem eigenen Anlageziel und Risikobudget verbinden lässt.
Worauf Anleger achten sollten
Vermeide Scheingenauigkeit. Viele Marktbegriffe beschreiben Wahrscheinlichkeiten oder historische Muster; sie liefern weder eine Renditegarantie noch ersetzen sie die Prüfung eines konkreten Wertpapiers.