Börsenlexikon
Overconfidence
Verhaltensbias, bei dem Anleger ihre Fähigkeiten und Informationen überschätzen.
Kurz erklärt: Verhaltensbias, bei dem Anleger ihre Fähigkeiten und Informationen überschätzen.
Bedeutung in der Praxis
Overconfidence führt zu zu großen Positionen, zu vielen Trades und zu wenig Diversifikation. Studien zeigen: Anleger, die seltener handeln und ihrem Plan treu bleiben, schneiden langfristig deutlich besser ab.
Einordnung für Anleger und Trader
Der Begriff beschreibt eine typische Denkfalle, die besonders in Phasen starker Kursbewegungen auftreten kann. Er ist kein Urteil über einzelne Anleger, sondern ein Anlass, Entscheidungen nachvollziehbar und wiederholbar zu gestalten.
So lässt sich der Begriff praktisch nutzen
Eine wirksame Gegenmaßnahme ist ein einfacher Entscheidungsprozess: Anlass notieren, Ziel und Risiko festlegen und erst danach handeln. Dadurch wird sichtbar, ob eine Entscheidung auf überprüfbaren Informationen oder auf FOMO, Angst oder dem Wunsch beruht, einen Verlust schnell zurückzugewinnen.
Worauf Anleger achten sollten
Kontrolliere Entscheidungen in ruhigen Abständen statt bei jeder Kursbewegung. Wer Regeln nachträglich anpasst, verliert den Vergleichsmaßstab; wer sie starr befolgt, sollte dennoch neue, wirklich relevante Informationen berücksichtigen.
