Börsenlexikon
Power-of-Compounding
Englischer Begriff für die exponentielle Wirkung des Zinseszinseffekts.
Kurz erklärt: Englischer Begriff für die exponentielle Wirkung des Zinseszinseffekts.
Bedeutung in der Praxis
Bereits geringe Zinsunterschiede summieren sich über Jahrzehnte zu enormen Endwerten. Wer mit 25 statt mit 35 zu sparen beginnt, hat mit 65 typischerweise das Doppelte – bei gleichem monatlichem Beitrag.
Einordnung für Anleger und Trader
Als makroökonomischer Begriff beschreibt er ein Umfeld, das viele Unternehmen und Anlageklassen zugleich beeinflussen kann. Die Übertragung auf einzelne Kurse ist jedoch selten direkt: Erwartungen, Bewertungen und die jeweilige Marktphase spielen mit hinein.
So lässt sich der Begriff praktisch nutzen
Makrodaten wirken oft über Erwartungen: Entscheidend ist nicht nur der veröffentlichte Wert, sondern auch seine Abweichung von Prognosen und die Reaktion von Zinsen, Währungen und Risikoaufschlägen. Deshalb kann dieselbe Nachricht in unterschiedlichen Marktphasen gegensätzlich aufgenommen werden.
Worauf Anleger achten sollten
Leite aus einzelnen Konjunkturdaten keine kurzfristige Depotumschichtung ab. Ein langfristiger Plan, ausreichende Liquidität und breite Diversifikation sind robuster als der Versuch, jeden geldpolitischen oder wirtschaftlichen Wendepunkt zu treffen.