Börsenlexikon
Quellensteuer
Steuer, die ein Staat direkt bei Auszahlung von Dividenden oder Zinsen einbehält.
Kurz erklärt: Steuer, die ein Staat direkt bei Auszahlung von Dividenden oder Zinsen einbehält.
Bedeutung in der Praxis
Bei ausländischen Wertpapieren kann Quellensteuer zusätzlich zur deutschen Abgeltungsteuer anfallen. Ob und in welcher Höhe sie angerechnet oder erstattet werden kann, hängt unter anderem vom Doppelbesteuerungsabkommen, der Depotbank und dem Einzelfall ab.
Einordnung für Anleger und Trader
Bei rechtlichen, steuerlichen oder formalen Begriffen zählt der konkrete Anwendungsfall. Regeln, Fristen und Pflichten können sich ändern und unterscheiden sich je nach Wohnsitz, Produkt und Depotbank.
So lässt sich der Begriff praktisch nutzen
Nutze den Begriff zunächst zur Beschreibung der Lage und ergänze ihn um überprüfbare Daten: Zeitfenster, Vergleichsmaßstab, Kosten und Liquidität. Erst daraus entsteht eine Einordnung, die sich mit dem eigenen Anlageziel und Risikobudget verbinden lässt.
Worauf Anleger achten sollten
Vermeide Scheingenauigkeit. Viele Marktbegriffe beschreiben Wahrscheinlichkeiten oder historische Muster; sie liefern weder eine Renditegarantie noch ersetzen sie die Prüfung eines konkreten Wertpapiers.
