Börsenlexikon
Rezession
Phase rückläufiger Wirtschaftsleistung, klassisch zwei aufeinanderfolgende Quartale BIP-Rückgang.
Kurz erklärt: Phase rückläufiger Wirtschaftsleistung, klassisch zwei aufeinanderfolgende Quartale BIP-Rückgang.
Bedeutung in der Praxis
Rezessionen drücken Unternehmensgewinne, erhöhen Arbeitslosigkeit und drücken Aktienkurse. Sie sind aber auch Phase, in denen Langfristanleger zu attraktiven Preisen zukaufen können – wenn sie liquide sind.
Einordnung für Anleger und Trader
Als makroökonomischer Begriff beschreibt er ein Umfeld, das viele Unternehmen und Anlageklassen zugleich beeinflussen kann. Die Übertragung auf einzelne Kurse ist jedoch selten direkt: Erwartungen, Bewertungen und die jeweilige Marktphase spielen mit hinein.
So lässt sich der Begriff praktisch nutzen
Makrodaten wirken oft über Erwartungen: Entscheidend ist nicht nur der veröffentlichte Wert, sondern auch seine Abweichung von Prognosen und die Reaktion von Zinsen, Währungen und Risikoaufschlägen. Deshalb kann dieselbe Nachricht in unterschiedlichen Marktphasen gegensätzlich aufgenommen werden.
Worauf Anleger achten sollten
Leite aus einzelnen Konjunkturdaten keine kurzfristige Depotumschichtung ab. Ein langfristiger Plan, ausreichende Liquidität und breite Diversifikation sind robuster als der Versuch, jeden geldpolitischen oder wirtschaftlichen Wendepunkt zu treffen.

