Börsenlexikon
Sortino-Ratio
Variante der Sharpe-Ratio, die nur die Downside-Volatilität berücksichtigt.
Kurz erklärt: Variante der Sharpe-Ratio, die nur die Downside-Volatilität berücksichtigt.
Bedeutung in der Praxis
Anleger empfinden Verluste schmerzhafter als Gewinne erfreulich – die Sortino-Ratio trägt dem Rechnung, indem sie nur Schwankungen unterhalb einer Zielrendite bestraft. Höher ist besser, wie bei der Sharpe-Ratio.
Einordnung für Anleger und Trader
Der Begriff beschreibt eine typische Denkfalle, die besonders in Phasen starker Kursbewegungen auftreten kann. Er ist kein Urteil über einzelne Anleger, sondern ein Anlass, Entscheidungen nachvollziehbar und wiederholbar zu gestalten.
So lässt sich der Begriff praktisch nutzen
Eine wirksame Gegenmaßnahme ist ein einfacher Entscheidungsprozess: Anlass notieren, Ziel und Risiko festlegen und erst danach handeln. Dadurch wird sichtbar, ob eine Entscheidung auf überprüfbaren Informationen oder auf FOMO, Angst oder dem Wunsch beruht, einen Verlust schnell zurückzugewinnen.
Worauf Anleger achten sollten
Kontrolliere Entscheidungen in ruhigen Abständen statt bei jeder Kursbewegung. Wer Regeln nachträglich anpasst, verliert den Vergleichsmaßstab; wer sie starr befolgt, sollte dennoch neue, wirklich relevante Informationen berücksichtigen.