Börsenlexikon
Straddle
Optionsstrategie aus Call und Put mit gleichem Strike und gleicher Laufzeit.
Kurz erklärt: Optionsstrategie aus Call und Put mit gleichem Strike und gleicher Laufzeit.
Bedeutung in der Praxis
Ein Straddle setzt auf eine starke Bewegung, ohne die Richtung kennen zu müssen. Er profitiert von hoher realisierter Volatilität, leidet aber unter Zeitwertverlust und sinkender impliziter Volatilität. Vor Earnings ist er teuer und muss eine große Bewegung rechtfertigen.
Einordnung für Anleger und Trader
Der Begriff beschreibt eine typische Denkfalle, die besonders in Phasen starker Kursbewegungen auftreten kann. Er ist kein Urteil über einzelne Anleger, sondern ein Anlass, Entscheidungen nachvollziehbar und wiederholbar zu gestalten.
So lässt sich der Begriff praktisch nutzen
Eine wirksame Gegenmaßnahme ist ein einfacher Entscheidungsprozess: Anlass notieren, Ziel und Risiko festlegen und erst danach handeln. Dadurch wird sichtbar, ob eine Entscheidung auf überprüfbaren Informationen oder auf FOMO, Angst oder dem Wunsch beruht, einen Verlust schnell zurückzugewinnen.
Worauf Anleger achten sollten
Kontrolliere Entscheidungen in ruhigen Abständen statt bei jeder Kursbewegung. Wer Regeln nachträglich anpasst, verliert den Vergleichsmaßstab; wer sie starr befolgt, sollte dennoch neue, wirklich relevante Informationen berücksichtigen.