Börsenlexikon
Stückzinsen
Seit der letzten Kuponzahlung aufgelaufene Zinsen, die beim Handel einer Anleihe berücksichtigt werden.
Kurz erklärt: Seit der letzten Kuponzahlung aufgelaufene Zinsen, die beim Handel einer Anleihe berücksichtigt werden.
Bedeutung in der Praxis
Kauft ein Anleger eine Anleihe zwischen zwei Zinsterminen, zahlt er dem Verkäufer meist die bis dahin aufgelaufenen Stückzinsen. Bei der nächsten Kuponzahlung erhält der Käufer dann den vollen Zinsbetrag. Für die tatsächliche Zahlungsbelastung und Renditeberechnung müssen Clean Price, Dirty Price und Stückzinsen getrennt betrachtet werden.
Einordnung für Anleger und Trader
Für Anleger wird der Begriff im Zusammenspiel von Ziel, Zeithorizont, Risikotragfähigkeit und Kosten praktisch. Eine sinnvolle Lösung kann für zwei Personen unterschiedlich aussehen, selbst wenn sie dasselbe Produkt oder dieselbe Kennzahl betrachten.
So lässt sich der Begriff praktisch nutzen
Nutze den Begriff zunächst zur Beschreibung der Lage und ergänze ihn um überprüfbare Daten: Zeitfenster, Vergleichsmaßstab, Kosten und Liquidität. Erst daraus entsteht eine Einordnung, die sich mit dem eigenen Anlageziel und Risikobudget verbinden lässt.
Worauf Anleger achten sollten
Vermeide Scheingenauigkeit. Viele Marktbegriffe beschreiben Wahrscheinlichkeiten oder historische Muster; sie liefern weder eine Renditegarantie noch ersetzen sie die Prüfung eines konkreten Wertpapiers.