Börsenlexikon
Widerstand
Widerstand in der Chartanalyse einfach erklärt: Entstehung, Ausbruch und sinnvolle Einordnung ohne Scheingenauigkeit.
Kurz erklärt: Ein Widerstand ist ein Kursbereich, an dem steigende Kurse in der Vergangenheit wiederholt auf Verkaufsinteresse getroffen sind. Er ist kein exakter Punkt, sondern eine Zone, die viele Marktteilnehmer beobachten.
So funktioniert es
Widerstände können aus früheren Hochs, runden Marken, gleitenden Durchschnitten oder Bereichen mit hohem Handelsvolumen entstehen. Ein Ausbruch wird oft als aussagekräftiger eingeordnet, wenn er mit höherem Volumen erfolgt und der Kurs anschließend oberhalb der Zone bleibt.
Praxisbeispiel
Scheitert eine Aktie mehrmals nahe 100 Euro, kann dieser Bereich als Widerstand gelten. Schließt sie später deutlich darüber und bestätigt die Zone bei einem Rücksetzer als Unterstützung, hat sich das technische Bild verändert – eine Garantie für weitere Kursgewinne ist das nicht.
Worauf Anleger achten sollten
Widerstände sind Wahrscheinlichkeitszonen, keine Naturgesetze. Kombiniere sie mit Risikomanagement, Liquidität, Zeithorizont und fundamentalen Informationen, statt Entscheidungen allein aus einer Chartlinie abzuleiten.



