27. November 2022

So investiere ich in Kryptowährungen

Zugegeben: In den Kryptomarkt investiere ich erst seit 2019 und damit nicht ganz zwei Jahre. Ich hielt Kryptowährungen anfangs für Teufelszeug ohne wirklichen Gegenwert und Bezug zur realen Welt. Doch das änderte sich schnell, als ich damit begann, mich intensiver mit den Themen Blockchain, aber auch Staking, Lending und NFTs zu beschäftigen. Spätestens seitdem ich den Bitcoin-Standard gelesen habe, glaube ich vor allem an den Bitcoin. Er könnte die Lösung unseres maroden Geldsystems werden, das nur auf bloßes Vertrauen seiner Nutzer basiert und von wenigen sehr mächtigen Institutionen gesteuert wird, die über unsere Kaufkraft entscheiden, um ihre eigene Misswirtschaft auszubügeln.

Cashback als kostenloser Sparplan

Was mich ebenfalls tiefer in den Krypto-Space einsteigen ließ, war die Plattform Crypto.com mit ihrer Visa-Karte. Hier erhalte ich für jeden Umsatz, den ich in Euro mit der Debit-Karte tätige, eine Gutschrift in deren eigenen Kryptowährung. Ich kaufe quasi gratis durch das Begleichen meiner üblichen Ausgaben wie bei einem automatischen Sparplan nach. Sinkt der Wert, gibt es mehr Coins, steigt er, bekomme ich einfach weitere Anteile. Über Jahrzehnte gerechnet kann da wie bei einem Aktien-Depot großes entstehen – sofern der Coin mit seiner Plattform bis dahin natürlich bestehen bleibt.

Inzwischen ist aus dem Token ein echter Coin mit eigener Blockchain geworden, was mit Blick auf Smartcontracts weitere Möglichkeiten offenbart. Inzwischen verleihe ich nicht nur auf der Plattform, die Broker und Börse zugleich ist, meine Coins, sondern tue dies obendrein (halbwegs) dezentral auf der Blockchain und streiche zusätzliche Renditen ein.

Ich halte CRO hauptsächlich, um die nächste Stufe der Visa-Karte zu erhalten, um noch mehr Benefits einstreichen zu können. Dann habe ich einen Plan zur Entnahme der Coins und Umschichtung in andere Assets wie beispielsweise mein Aktien-Portfolio.

Überschaubares Krypto-Portfolio

Ansonsten bin ich jedoch ein Bitcoin-Maximalist: An den Urvater der Kryptos wird kein anderes Netzwerk heranreichen. Es ist das das sicherste der Welt, verschwinden wird es mit Sicherheit nicht mehr. Aber auch Ethereum halte ich, da es die Blockchain ist, auf der die meisten anderen Coins aufbauen und die somit einigen Usecase hat.

Insgesamt ist mein Portfolio mit CRO, BTC und ETH recht überschaubar. Andere Coins, die ich gefarmt habe, habe ich größtenteils abgestoßen und in meine drei Hauptassets umgewandelt.

Ich halte im Rahmen meines Notgroschens aber auch Stablecoins wie USDC, die ich zu hohen Zinssätzen stake, um damit das Inflations-Risiko des Dollars auszugleichen. Ansonsten probiere ich viel mit NTFs und Crypto Gaming aus, was allerdings eines eigenen Artikels bedarf es und was hier den Rahmen deutlich sprengen würde.

Insgesamt bin ich sehr angetan, über die Möglichkeiten und Chancen des Crypto-Marktes. Zeitweise war mein Krypto-Portfolio größer als das meiner Einzelaktien. Die Volatilität ist enorm und daher nicht für Anfänger zu empfehlen!

Andreas Stegmüller

Ist Gründer und Betreiber dieses Blogs. Hat während seiner mehr als zehnjährigen Redakteurs-Laufbahn schon für mehrere große Medien zu den unterschiedlichsten Themen geschrieben. Die Börse ist seit 2016 seine Leidenschaft.

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