3. Dezember 2022

Wie ich mit dem Thema Rente umgehe

Ob System, Politik oder Gesellschaft: Ich sehe für meine persönliche Rente im Alter schwarz und das obwohl ich eigentlich ein sehr positiv eingestellter Mensch bin. Das System krankt am demografischen Wandel und die Politik unternimmt mit Ausnahme von wenigen Abgeordneten so gut wie gar nichts. Es ist eine Schande, dass eine der wichtigsten Stützen unseres hart erkämpften Sozialstaates so vernachlässigt wird. Die stetig steigende Altersarmut in Deutschland wird wissentlich verstärkt, die Probleme werden einfach nur von Wahlperiode zu Wahlperiode getragen und damit auf die jüngere Generation und somit auf andere abgewälzt.

Hinzu kommt, dass ich der Meinung bin, dass unsere Gesellschaft verwöhnt ist von guten Zeiten und trotzdem immer mehr fordert. Es ist schließlich einfacher, andere in die Pflicht zu nehmen, als sich selbst an die Nase zu fassen. Umverteilung und Enteignungen sind auf einmal die großen Wundermittel gegen all unsere Probleme. Anstatt das System mithilfe einer Kapitaldeckung auf ein stabileres Grundgerüst zu stellen oder einfach nur mal den Versuch zu wagen, den andere bereits erfolgreich gegangen sind, belässt man alles beim Alten. Sprich: Die Renten werden durch Steuergelder aufgestockt, die wiederum von anderen aufgebracht wurden und an anderer Stelle wie dem Bildungs-Sektor, der Sicherheit oder im öffentlichen Straßenbau fehlen.

Man will lieber diejenigen zur Kasse bitten, die ganz oben in der Gesellschaft stehen – ohne zu hinterfragen, was eigentlich deren bisheriger Beitrag im Vergleich zur eigenen Leistung war. In Wahrheit entzieht sich so jeder der eigenen Verantwortung.

Mein Leben, meine Verantwortung!

Ich bin nicht böse, wenn ich später in der Rente vielleicht nur ein paar hundert Euro bekommen werde, die gerade einmal so fürs Essen, nicht jedoch für die Miete, geschweige denn für einen Urlaub reichen werden – und das obwohl ich vielleicht man ganzes Leben lang selbst mit in die Rentenkasse einbezahlt habe. Den Generationenvertrag würde ich nie aufkündigen wollen, im Gegenteil: Ich bin stolz darauf, meinen Beitrag für die ältere Generation als Dankeschön zurückgeben zu können. Meine Eltern und Großeltern waren es schließlich, die dafür gesorgt haben, dass ich in einer so modernen, fortschrittlichen und vor allem friedlichen Region (zumindest hierzulande) aufwachsen konnte.

Die Altersvorsorge komplett selbst in die Hand nehmen

Ich erwarte gleiches Verhalten jedoch nicht automatisch von anderen oder gar von meinen Nachkommen. Vielmehr bin ich mir der Probleme schon heute bewusst und kann mich entsprechend vorbereiten. Konkret bedeutet dies: Ich rechne nicht damit, in meinem Rentenalter auch nur einen Cent vom Staat zu erhalten. Ich möchte auch keine Almosen für meine Lebensleistung haben.

Ich nehme mein Leben selbst in die Hand und sorge eigenständig vor! Gegen jegliche Steine, die mir der Staat in den Weg legen möchte – seien es die Finanztransaktionssteuer oder nur eine Vermögensabgabe – werde ich mich demokratisch zur Wehr setzen. Ich kämpfe außerdem gegen die Machenschaften der Industrie, wie Banken und Vermögensberater, die mit hohen Gebühren und Provisionszahlungen überwiegend an sich selbst denken, als an das Wohl der Kunden. Mein Leben, meine Verantwortung!

Ich investiere daher seit über fünf Jahren eine überdurchschnittlich große Summe jeden Monat und das obwohl ich in etwa nur ein Durchschnittsgehalt erhalte. Es geht trotzdem! Ein Teil davon wandert in breit diversifizierte ETFs und ETCs sowie in einen Topf Anleihen. Ein anderer wird in Einzeltitel gesteckt, weil ich Spaß am Thema habe und damit gerne in Frührente gehen möchte. Unregelmäßig fließen weitere Beiträge in P2P-Kredite oder in den Kryptomarkt. Future-Trading ist ebenfalls ein Kernthema.

Auf meine persönliche Anlagestrategie werde ich bei Zeit noch ausführlich in diesem Blog eingehen!

Keyfacts:

  • ich rechne mit keiner Rentenzahlung
  • ich sorge eigenständig vor
  • ich erhalte den Generationenvertrag
  • ich setze mich für eine höhere Aktionärsquote ein
  • mein Leben, meine Verantwortung!

Andreas Stegmüller

Ist Gründer und Betreiber dieses Blogs. Hat während seiner mehr als zehnjährigen Redakteurs-Laufbahn schon für mehrere große Medien zu den unterschiedlichsten Themen geschrieben. Die Börse ist seit 2016 seine Leidenschaft.

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