3. Dezember 2022

Diese Konten, Depots und Anbieter nutze ich

Über die Jahre hinweg habe ich viele Konten, Depots und Banken ausprobiert. Einige sagten mir funktionell zu, andere waren sehr günstig aufgestellt und wiederum andere nutze ich einfach nur aus Bequemlichkeit schon sehr lange. In diesem Beitrag berichte ich von all denjenigen Banken und Anbietern, die ich selbst sehr gerne nutze und zähle kurz deren Vor- und Nachteile auf. Am Ende hängt vieles davon ab, welche Produkte man für seine Geldanlage kauft, wie oft man wie viel spart oder was die persönlichen Präferenzen in der Nutzung sind – ob Smartphone oder Desktop-Ansicht zum Beispiel.

Disclaimer: Der Großteil der in diesem Artikel verwendeten Links und Banner sind Affiliate-Links. Bei einem Vertragsabschluss über diese erhält TradingForFuture.de eine Werbekosten-Erstattung. Für den Kunden hat dies keinerlei Nachteile. Im Gegenteil: Meist erhält auch er einen Bonus für die Eröffnung über solche Links. In diesem Blog werden ausschließlich Programme und Anbieter empfohlen und verlinkt, die der Betreiber selbst für gut befunden hat und selbst in seinem Alltag einsetzt!

Aktien und ETFs

Scalable Capital

Mein Lieblings-Broker, den ich aktuell sehr gerne empfehle, ist Scalable Capital. Das liegt vor allem an der sehr günstigen Kostenstruktur. So kann man an der Börse München für einen Monatsbetrag in Höhe von 2,99 Euro bei jährlicher Bindung oder 4,99 Euro bei monatlicher Bezahlung beliebig viele Aktien handeln, sofern man mindestens einen Umsatz in Höhe von 250 Euro generiert. Damit ist Scalable Capital vor allem für diejenigen interessant, die häufig in kleineren Tranchen nachkaufen. Ohne das Monatsabo oder unterhalb der Mindestsumme werden ebenfalls sehr günstige 0,99 Euro fällig.

Wer lieber an der Xetra-Börse handelt, kann dies ebenfalls tun, muss hier jedoch unabhängig vom Abo 3,99 Euro je Trade bezahlen. Wer per Sparplan spart, bezahlt bei Scalable Capital sogar keinen einzigen Cent – egal, ob im kostenpflichtigen Prime-Broker- oder im kostenlosen Free-Modell. Besonders praktisch: Sparpläne werden bereits ab einem Euro ausgeführt! Außerdem ist Scalable Capital sowohl über eine Smartphone-App nutzbar, als auch über eine Desktop-Oberfläche im Browser.

Bei Scalable Capital habe ich derzeit mein Zweitdepot und tätige hier regelmäßig Nachkäufe in kleineren Tranchen. Ich erwäge einen Übertrag meiner Einzeltitel zu Scalable Capital, um auch dort meine Sparpläne zu noch besseren Konditionen auszuführen.

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comdirect

Mein großes Hauptdepot wird bei der comdirect geführt. Die Direktbank hatte zu meiner Anfangszeit mitunter die besten Konditionen und ermöglichte bereits sehr früh die Ausführung von Sparplänen und damit den Erwerb von Bruchstücken. Hier bezahlt man für jeden Sparplan eine Gebühr von 1,5 % der Sparsumme und kann dies ab einer Sparsumme von 25 Euro pro Position tun. Der Erwerb von Einzeltiteln im Einmalkauf ist mit mindestens 9,99 Euro allerdings recht teuer. Dafür kann man an nahezu allen Börsenplätzen der Welt handeln und so auch exotischere Werte erwerben. Ich nutze die comdirect überwiegend aus Bequemlichkeit, finde die Nutzbarkeit und die Gebührenstruktur bei Sparplänen aber noch immer ganz in Ordnung.

Smartbroker

Der Smartbroker ist wie die comdirect und Full-Broker, der Zugang zu einigen Handelsplätzen ermöglicht, allerdings etwas günstiger als die comdirect ist. In der Regel bezahlt man hier für einen Einmalkauf 4 Euro pro Trade. Bei Ausführung über Lang & Schwarz werden nur 1 Euro aufgerufen, bei gettex entfällt die Handelsgebühr sogar komplett. Mindestens 500 Euro müssen dann allerdings dabei umgesetzt werden. ETF-Sparpläne werden kostenlos ab 25 Euro angeboten.

Girokonten

DKB

Bei der DKB führe ich derzeit eines meiner Hauptkonten. Hierauf landet mein Gehalt und von dort aus über automatisierte Daueraufträge auf weitere Konten verteilt. Außerdem liegt dort mein Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto mit schmaler Verzinsung von sage und schreibe 0,001 %. Die Konditionen sind ansonsten jedoch hervorragend: Die DKB erhebt keinerlei Kontoführungsgebühren, die Kreditkarte ist als Aktiv-Kunde mit monatlichem Gehaltseingang eine echte Kreditkarte ohne Entgeltnutzung im Ausland oder den Bargeldbezug.

Vivid Money

Die Daueraufträge laufen direkt auf den bis zu zwölf Unterkonten mit eigener IBAN bei Vivid Money ein. Von dort aus dürfen dann alle meine Vertragspartner, wie die Deutsche Telekom, die Zurich Versicherung, der Rundfunkbeitrag oder Mitgliedsbeiträge sowie der Vermieter abbuchen. Das verbessert meinen Überblick über meine Ausgaben. Obendrein gibt es einige interessante Cashback-Optionen, die mich noch ein paar Euro sparen lassen.

Kreditkarten

Amazon Visa

Die Visa-Karte von Amazon ist Grundbestandteil unseres Geldbeutels, wenn es darum geht, beim täglichen Einkauf um die Ecke ein bisschen Geld zu sparen. Für jeden Einsatz erhält man Amazon-Punkte in Höhe von bis zu 0,5 % gutgeschrieben, die sich dann beim größten Online-Versandhändler einsetzen lassen, um dort günstiger einzukaufen. Wer die Karte direkt bei Amazon einsetzt, spart sogar bis zu 3 % seines Einkaufs. Für Prime-Mitglieder ist die Karte dauerhaft kostenlos. Alle anderen bezahlen ab dem zweiten Nutzungsjahr einen Jahresbeitrag von 19,99 Euro.

American Express Payback

Auch die American Express Payback dient uns dazu, beim Einkaufen ein paar Euro einzusparen. Über sie sammeln wir zusätzliche Payback-Punkte, die wir uns dann einmal im Jahr auf das Girokonto überweisen und dann in Richtung der Depots schicken, wo sich die einstigen Punkte noch weiter vermehren dürfen. Außerdem nutzen wir die American Express Offers regelmäßig, um noch mehr zu sparen. Erst kürzlich gab es einen Offer, bei dem es eine 10-Euro-Gutschrift auf einen 70-Euro-Umsatz bei Aral gab.

American Express Green Card

Curve

Um all unsere Karten bündeln zu können und um diese nicht immer im Geldbeutel haben zu müssen, nutzen für das Fintech Curve. Dabei handelt es sich um eine MasterCard, die als Überzieh-Karte direkt von der hinterlegten Karte abbucht und damit die Transaktion einfach durchreicht. Außerdem kann man so Buchungen von einer auf die andere Karte umbuchen, um so entgangenes Cashback oder eine Buchung auf dem falschen Konto auszubügeln. Netter Nebeneffekt: Dank bester Umrechnungskurse ist die Karte vor allem im Ausland sehr günstig und ermöglicht obendrein das Abheben von Bargeld völlig kostenlos. Die Curve-Karte ist daher unsere eigentliche Hauptkarte: Völlig flexibel, völlig gratis. Über unseren Link gibt es 5 Euro Bonus!

Fest- und Tagesgeldkonten

Weltsparen und Zinspilot

Für größere Rücklagen, um beispielsweise in einer Krise nachkaufen zu können, den Urlaub oder einen etwaigen Umzug bezahlen zu können, haben wir ein paar Tages- und Festgeldkonten im europäischen Ausland. Dort gibt es teils mehr Rendite, langfristig mit Blick auf die Inflation ist diese Art der Anlage aber noch immer ein Verlustgeschäft. Um nicht bei jeder Bank extra ein Konto eröffnen zu müssen, nutzen wir hierfür die beiden Anbieter Weltsparen und Zinspilot. Bei ihnen eröffnet man ein Treuhandkonto und weist diese an, entsprechende Konten zu eröffnen. Das ist bequem und einfach.

P2P-Kredite

Bondora

Um die Rendite unserer liquiden Geldbestände weiter zu verbessern, nutzen wir außerdem den P2P-Markt und verleihen unser Geld an zahlreiche verschiedene Kreditnehmer. Das tun wir hauptsächlich über Bondora Gow & Grow und streichen hierfür 6,75 % Jahresrendite ein. Bereits 100 Euro bringen deutlich mehr ein als 1.000 Euro auf dem Tagesgeld! Den etwaigen Totalverlust der 100 Euro könnten wir daher verkraften.

Kryptowährungen

Crypto.com

Wir sind außerdem in verschiedenen Kryptowährungen investiert, haben aber auch sogenannte Stable-Coins angelegt, um noch höhere Zinsraten einzustreichen, ohne großartig einem Schwankungsrisiko ausgesetzt zu sein. Als Plattform nutzen wir hierfür Crypto.com, die wir bereits in einem separaten Artikel ausführlich vorgestellt hatten. Außerdem interessant ist deren VISA-Karte, die hohe Caschback-Raten beim Einkauf verspricht und uns zusätzliche Coins generieren lässt, die uns langfristig gesehen, weitere Rendite einbringen sollen.

Future-Handel

AMP

Unsere Echtgeldkonten im Future-Handel führen wir direkt in den USA bei AMP Futures. Hier gibt es mitunter die günstigsten Konditionen. Der Handel mit Futures ist jedoch mit großen Risiken verbunden. Verluste können unter Umständen die eigene Einlage erheblich übersteigen. Da wir uns auf diesem Blog aber auch mit Derivaten beschäftigen, wollen wir den Broker an dieser Stelle nicht vorenthalten.

Andreas Stegmüller

Ist Gründer und Betreiber dieses Blogs. Hat während seiner mehr als zehnjährigen Redakteurs-Laufbahn schon für mehrere große Medien zu den unterschiedlichsten Themen geschrieben. Die Börse ist seit 2016 seine Leidenschaft.

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