27. November 2022

Dividenden sind die besten Gehaltserhöhungen

Es gibt viele Möglichkeiten, das eigene Monatseinkommen zu steigern. Für viele Beschäftigte erkämpfen Gewerkschaften regelmäßige Lohnerhöhungen für ihre Mitglieder. Zuletzt erzielte ver.di für die Beschäftigten der Länder 2,8 % mehr Gehalt ab dem 1. Dezember 2022 plus eine steuerfreie Zahlung in Höhe von 1.300 Euro. Der Mitte Oktober ausgehandelte Tarifabschluss soll eine Laufzeit von 24 Monaten haben. Danach wird vermutlich neu verhandelt. Damit bekommen Angestellte der Länder mit ver.di-Tarifvertrag auf zwei Jahre gerechnet eine Lohnerhöhung von 2,8 %.

Doch nicht in jedem Angestellten-Verhältnis sorgen sich Dritte um eine regelmäßige Gehaltsanpassung. Arbeitnehmer müssen ihre Gehälter regelmäßig selbst verhandeln und ihren Chef bitten, mehr Geld zu bezahlen. Das gelingt mal mehr, mal weniger gut. Doch egal ob 2,8 % durch die Gewerkschaft oder 200 Euro mehr über vier Jahre gerechnet: Diese kleinen Gehaltssteigerungen gleichen oft nur die Inflation aus und sind keine echte Erhöhung des Reallohns.

Passives Einkommen kaufen

Wer sich jeden Monat per Sparplan Dividenden-Aktien kauft, investiert in passives Einkommen und kauft Monat für Monat über seine Ersparnisse zusätzliches Einkommen. Zwar können sich Unternehmen von heute auf Morgen entscheiden, fortan keine Dividenden mehr zu bezahlen oder diese zu reduzieren, doch wer einmal den Status eines Dividenden-Aristokraten erlangt hat, der will diesen nicht wieder so schnell hergeben. Als Dividenden-Aristokrat dürfen sich Unternehmen bezeichnen, die ihre Ausschüttungen fortlaufend von Jahr zu Jahr über mindestens 25 Jahre hinweg kontinuierlich erhöht haben.

Tatsächlich fallen die Erhöhungen deutlich größer aus als im Angestellten-Verhältnis, da absolut gesehen je Anteilsschein doch recht wenig Dividende bezahlt wird. Eine Erhöhung um ein paar Cent macht sich hier pro Aktie also deutlich stärker bemerkbar. Hinzu kommt der Umstand, dass der Dividendensparer durch seine regelmäßigen Einzahlungen immer mehr Anteile erwirbt und so seine persönlichen Erträge weiter steigern kann. Der Schneeball kommt damit erst so richtig ins Rollen.

2-stellige Prozentsteigerungen möglich

Coca-Cola schüttete im letzten Jahr als Quartalszahler 0,42 US-Dollar je Aktie an seine Anteilseigner aus und erhöhte damit im Jahresvergleich die Zahlung um einen US-Cent, was einer Steigerung von rund 2,3 % entspricht. Über die Jahre hinweg fielen die Steigerungen noch deutlicher aus. Auf einen Zeitraum von fünf Jahren gerechnet, erhöhte Coca-Cola seine Dividende im Schnitt jährlich um 3,2 %, auf zehn Jahre gerechnet sind es sogar gast 5,6 %. Bei Nestlé ging es um fast 2 % nach oben, auf fünf und zehn Jahre gerechnet betrug die Steigerung der Ausschüttungen sogar 3,9 bis 4,5 %.

Bei Adidas ging es bei der Betrachtung eines 5-Jahres-Zeitraums um stolze 10,7 % nach oben, im 10-Jahres-Vergleich sogar um fast 13 %. Zur Corona-Krise setzte der Konzern seine Jahresdividende jedoch komplett aus, um im Mai 2021 wieder 3 Euro je Anteilsschein zu bezahlen. Vor der Pandemie wurde die Dividende von 2,60 auf 3,35 Euro angehoben und damit um fast 28 %. Bei Microsoft waren es innerhalb eines Jahrzehnts im Schnitt 12,6 % und bei der Deutschen Post 7,6 %.

Man sieht: Häufig sind Steigerungsraten im hohen einstelligen oder gar niedrigen zweistelligen Prozentbereich möglich!

Persönliche Erfahrungen

Auch meine Ausschüttungen hatten sich zuletzt erheblich verbessert. Allein im Januar kletterten meine passiven Einnahmen durch Dividenden, Zinsen und P2P-Kredite und deutlich über 50 %. Im Jahresvergleich konnte ich von 2020 auf 2021 immerhin 25 % mehr Ausschüttungen erhalten. Inzwischen kann ich darüber fast drei Monate lang meine Fixkosten decken und komme damit der finanziellen Freiheit kontinuierlich ein Stück näher.

Keyfacts

  • auch die Investition in Dividenden-Aktien kann das eigene Einkommen steigern
  • Dividenden-Zahler bleiben das über Jahrzehnte hinweg
  • von Jahr zu Jahr werden die Ausschüttungen deutlich erhöht
  • hohe einstellige, oder niedrige zweistellige Erhöhungen sind realistisch
  • durch das stetige Zukaufen per Sparplan erhöhen sich die Ausschüttungen

Andreas Stegmüller

Ist Gründer und Betreiber dieses Blogs. Hat während seiner mehr als zehnjährigen Redakteurs-Laufbahn schon für mehrere große Medien zu den unterschiedlichsten Themen geschrieben. Die Börse ist seit 2016 seine Leidenschaft.

Alle Beiträge ansehen von Andreas Stegmüller →